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Kieferorthopädie bei Patienten mit CMD

Kongress-Typ: 
Kongress-Samstag
Datum: 
21.04.2012
Uhrzeit: 
12.30 – 13.15 Uhr
Referenten: 
Dr. Michael Sostmann
Inhalt: 

Der zielgerichteten Therapie der cranio-mandibulären Dysfunktion (CMD) sollte eine präzise Diagnose vorausgehen. Diese gibt der Kieferorthopädie die Parameter für etwaig nötige Änderungen der strukturellen Anordnung von Zahnhartgewebe und Kieferposition vor. Dabei sind in der wissenschaftlichen Literatur durchaus kontroverse Einschätzungen über die Bedeutung der Okklusion bei CMD festzustellen.

Aus der klinischen Erfahrung kommt der dreidimensional zentrierten Kondylenposition für die symmetrische Kaukraftverteilung insbesondere bei Bruxern eine besondere Bedeutung zu.

Neben der muskulären und faszialen Tonusreduktion kann der Kieferorthopäde über Änderung der Kauebenenneigung, Zahnbogensymmetrie und Veränderung der Zahnbogenlängen konkret auf die Biomechanik der Unterkieferbewegung und HWS-Position Einfluss nehmen.

Dysgnathien, die einen okklusalen Belastungsvektor nach retral generieren, verdienen ein besonderes therapeutisches Augenmerk in der kieferorthopädisch, präventiv orientierten Praxis.